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Ich betrete das “Cafe der Provinz”, in der kleinen Maria-Treu-Gasse Nr. 3, im achten Bezirk. Die Räumlichkeit erinnert mich an ein T. Vorne breit und kurz, nach hinten lang und schmal, verbunden durch die Bar, die gleichzeitig Küche und deren Mitte ein Durchgang ist. Die Einrichtung besteht zu größtem Teil aus Holz, die Wände haben den typisch südfranzösischen rot-bräunlichen  Anstrich und es herrscht Wohnzimmeratmosphäre. Ich frage eine Kellnerin nach meinem reservierten Platz. Sie ist etwas hektisch, dennoch sympatisch. Es ist elf Uhr und das Lokal ist gut besucht.

Mein Tisch ist eine Tafel und so groß, dass ich ihn mir mit anderen teile. Wir sitzen trotzdem nicht nebeneinander, zwischen uns bleiben noch Sessel frei. Gleich neben mir ein Internet-Eck, aber nach surfen ist mir gerade nicht. Ich mache mich auf zum Buffet, das bei der Küche/Bar angerichtet ist. Die Auswahl ist bescheiden, habe ich doch schon opulentere Frühstücks-Buffets gesehen. Es gibt Brot, Käse, Wurst, Eier, Cornflakes, Marmelade und Avocado, dafür ist alles bio und im Grunde alles was man braucht. Neben jeder Platte findet sich ein Kärtchen, auf dem steht woher die Lebensmittel stammen. Hier vorne wartet man auch auf die Crépes und Waffeln, die frisch zubereitet werden. Ein kleiner Nachteil ist das schon, weil die Wartenden den Platz zum Buffet verstellen. Ich schaffe es trotzdem problemlos meinen Teller zu füllen und marschiere zurück.

Ich bestelle mir einen Tee, von den über 20 angebotenen Sorten, die man hier auch abgepackt erwerben kann. Er schmeckt sehr gut, ist im Preis vom Brunch aber nicht inkludiert. Dafür ein kleines Glas köstlicher Apfel-Hollundersaft.

Nachdem ich meinen Teller zum zweiten Mal leer gegessen habe, bekomme ich Lust auf frische Crépes und Waffeln. Ich stelle mich an und warte. Ich bin nicht die Einzige mit dieser Idee. Doch es zahlt sich auf jeden Fall aus. Beides schmeckt sehr gut, obwohl ganz anders wie ich es kenne. Kein Wunder, der Teig ist mit Buchweizen und Sojamilch zubereitet.

Bei normalem Gastbetrieb kann man zwischen rund 20 verschiedenen Sorten von Galettes, Crépes und Waffeln wählen. Die Galettes sind pikant, die Waffeln und Crépes süß. Dann gibt es noch Salate und wochentags Menüs bis 15 Uhr. Zudem hat man die Möglichkeit in Büchern vom Verlag “Bibliothek der Provinz” zu schmökern beziehungsweise sie gleich zu kaufen.

www.cafederprovinz.at

Cafe der Provinz